Wie Start- und Zugangssysteme in Zukunft aussehen

Der klassische Schlüssel könnte bald der Vergangenheit angehören. Zukünftige Systeme kommunizieren bidirektional mit Mobilgeräten. Bild: Continental

Ein Fahrzeug öffnen und starten ohne den Schlüssel in einen Zylinder stecken zu müssen, gehört inzwischen bei vielen Automobilen zum Standard. Zulieferer wie Continental arbeiten jedoch an Zugangsystemen, die in Zukunft noch mehr Komfort bieten. Beispielhaft dafür steht das Konzept ‚Approach Unlock’.

Bereits 1994 hat Continental sein erstes schlüsselloses Start- und Zugangssystem entwickelt. Aufbauend auf der langjährigen Erfahrung in diesem Bereich arbeitet das Unternehmen für die Zukunft an dem Konzept ‚Approach Unlock’, bei dem sich die Fahrzeugtür bereits bei Annäherung einer autorisierten Person automatisch entriegelt und gegebenenfalls einen Spalt weit öffnet. Dasselbe System kann das Fahrzeug auch automatisch verschließen, sobald sich sein Fahrer nach dem Abstellen vom Auto entfernt.

Mit Smartphone-Einbindung
Bei der Konzeption und Realisation von solchen innovativen Zugangssystemen bezieht der Zulieferer selbstverständlich auch das Smartphone und andere im Trend liegende Mobilgeräte wie Smart Watches ein. Exemplarisch zeigt sich das an dem sogenannten Gateway Key. Dieser Fahrzeugschlüssel übernimmt quasi die Rolle eines Mittlers zwischen Fahrer und Auto. Er steht über einen sicheren und für den Automobileinsatz ­geeigneten Funkstandard in Verbindung mit dem Fahrzeug und kann seinerseits Kommandos von einer Smartphone- oder Smartwatch-App per Bluetooth empfangen. So lassen sich per App etwa die Türen entriegeln, die Fenster öffnen oder andere Fahrzeugfunktionen fernbedienen. Auch eine Einbeziehung des in vielen Smartphone-Modellen verfügbaren Nahbereichfunks NFC (Near Field Communication) ist vorgesehen.

Das Konzept umfasst zudem eine bidirektionale Kommunikation zwischen Fahrzeug, Gateway Key und Smartphone, sodass die Übertragungsstrecke auch Informationen aus dem Fahrzeug zum mobilen Endgerät hochladen kann – zum Beispiel die GPS-Daten der aktuellen Fahrzeugposition, den Verriegelungsstatus oder weiterführende Informationen wie Reifendruck, Tankstatus und vieles mehr.