Sehen und gesehen werden ist das Motto einer jeden Autoshow, so war das auch auf der diesjährigen IAA in München. Eine Auswahl der Modellflut und was drei vor Ort gewesene Krafthand-Redakteure darüber denken, haben sie in kurze knackige Statements verpackt.
Die IAA Mobility verteilte sich auf dem „Open Space“ für das breite Publikum in der Münchener Innenstadt und auf dem „Summit“ für Fachbesucher in den Messehallen. Auch die Krafthand-Redaktion war zu dritt vor Ort. Bilder: Lindau (9), Schmidt (8), Porsche (1)
Und schon war es wieder vorbei: Die IAA Mobility präsentierte vom 9. bis 14. September 2025 mehr als 350 Weltpremieren und Neuheiten zum Motto „It‘s All About Mobility“. Das Veranstaltungskonzept funktionierte besser als ursprünglich erwartet, so waren laut Veranstalter über eine halbe Million Menschen zu Besuch – ein neuer Rekord! In den Messehallen, in denen knapp 750 Aussteller aus 37 Ländern Produkte und Equipment ausstellten, stieg die Zahl der Fachbesucher um mehr als 13 Prozent im Vergleich zur Vorveranstaltung 2023. Im Fokus standen jedoch die Automobilhersteller mit ihren neuesten Konzeptfahrzeuge und Weltpremieren, von denen die Krafthand-Redaktion eine Auswahl vorstellt – inklusive Kurzmeinungen der Redakteure Torsten Schmidt, Jessica Socher und Sebastian Schuster.
Opel Mokka GSE – 200 km/h schnell mit Rallye-Feeling
High-Performance in Serie: Dafür sollen die neuen vollelektrische GSE-Modelle bei Opel stehen, von denen der Mokka den Auftakt macht. Der in München erstmals der breiten Öffentlichkeit präsentierte GSE-Sportler ist der bis dato schnellste batterie-elektrische Serien-Opel. Dieses Prädikat verdankt er der Spitzenleistung von 207 kW bei 345 Nm. Um die sportliche Note zu unterstreichen, verfügt der gut 47.000 Euro teure Kompaktwagen über ein Torsen-Lamellen-Sperrdifferenzial sowie ein Chassis mit spezifisch ausgelegten Achsen und neuen doppelten Hydro-Stoßdämpfern. Zudem haben die Entwickler auf sämtliche Hochvolt-Komponenten des Mokka GSE Rally zurückgegriffen.
Sebastian Schuster: „Mit dem neuen Mokka zeigt Opel, dass auch kleinere E-Autos schön und schnell sein können.“
Torsten Schmidt: „Spannend ja, aber zugleich auch fragwürdig. Wer soll ein Auto dieser Größe für diesen Preis kaufen?“
Mercedes-Benz GLC – neue Designära mit Hyperscreen
Mit dem auf der EQ-Technologie (steht bei Mercedes für die E-Antriebe) basierenden GLC, wollen die Stuttgarter nicht nur bei der Formensprachen, sondern auch beim Fahrkomfort und dem Fahrerlebnis neue Maßstäbe setzen. Dazu trägt die sehr sensitive Luftfederung aus der S-Klasse bei, welche Unebenheiten und Vibrationen nahezu vollständig absorbieren soll. Beim Fahrerlebnis spielt das Herzstück, der neue aus einem Guss bestehende MBUX HYPERSCREEN eine wichtige Rolle. Mit einer Bildschirmgröße von 99,3 Zentimetern (39,1 Zoll) hebt er das Innenraumerlebnis auf ein neues Level. Bei der Elektroarchitektur ist das 800-Volt-System das Highlight, mit welchem sich 260 Kilometer Reichweite in zehn Minuten aufladen lassen.
Torsten Schmidt:„Außen ginge es noch besser, aber der Hyperscreen im Inneren ist eine Ansage, die den Weg weist, wie Autos der Zukunft innen aussehen werden.“
Sebastian Schuster:„Mit seinen EQ-Modellen kam Mercedes bis dato noch nicht so bei seinen Kunden an. Der GLC wird Premiumkunden mehr überzeugen, da bin ich mir sicher.“
BMW iX3 – die Neue Klasse mit bis zu 805 Kilometer Reichweite
Auffälliges Design, eine Bordnetzarchitektur mit fünf Supercomputern (Krafthand berichtete) und Reichweiten von bis zu rund 800 Kilometer. Das alles sind Eckpunkte der Neuen Klasse, auf der auch der iX3 basiert, der in München nun Weltpremiere feierte. Spektakuläres zeigt sich im Innenraum mit der BMW-Panoramic-Vision. Das auf den unteren Bereich der Windschutzscheibe projiziert Display ist für alle Passagiere sichtbar und ersetzt das klassische Cockpit. Angaben zufolge fährt der iX3 schon nach gut 21.000 Kilometern CO₂-ärmer als sein Verbrenner-Pendant, da die Batterie aufgrund einer neuen Zellgeneration 25 Prozent mehr Energiedichte bietet und in dem Fahrzeug ein hoher Anteil an recycelten Materialien verbaut ist.
Sebastian Schuster: Futuristisch, technologisch vorn und mit einer extrem weiten elektrischen Reichweite. Die Neue Klasse ist für mich ein Meilenstein.
Jessica Socher: Solche E-Autos lindern den Abschiedsschmerz vom Verbrenner und zeigen, wie viel umweltfreundlicher sich Autos doch bauen lassen.
Polestar 5 – in 22 Minuten Ladedauer von 10 auf 80 Prozent SoC
2020 präsentierte der schwedische, nur auf E-Autos spezialisierte Hersteller das Konzeptfahrzeug Polestar Precept, auf dessen Basis der nun vorgestellte Polestar 5 in Serie gehen wird. Auffällig bei dem fünf Meter langen und nur 1,42 Meter hohen Grand Tourer ist die niedrige Frontpartie mit der erstmals beim Precept vorgestellten sogenannten SmartZone, welche die charakteristischen „Dual Blade“-Scheinwerfern flankieren. Technisch ist die neue heißverklebte Aluminiumplattform hervorzuheben, die in Sachen Torsionssteifigkeit laut Angaben selbst zweisitzige Sport- oder Supersportwagen übertrifft. Und das, obwohl die Plattform zu 13 Prozent aus recyceltem Aluminium und zu 83 Prozent aus Aluminium besteht. Neu ist auch die 800-V-HV-Elektroarchitektur, dank der sich die 250 km/h schnelle 650-kW-Performance-Version in nur 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen und die Batterie schnellladen lässt.
Jessica Socher: „Angesichts der Leistungsdaten dürfte sich eine Kick-Down-Beschleunigung anfüllen wie ein Flugzeugstart.“
Sebastian Schuster:„Der Polestar 5 ist mehr als nur lang und flach. Hohe Ladeperformance und eine geklebte Karosserie zeigen auch die Innovationskraft der Marke.“
BAW 212 – der chinesische G-Klasse-Konkurrent
Auch wenn der Autobauer BAW (Beijing Automobile Works) schon seit den 1965 das Modell 212 fertigt, ist es hierzulande nur Insidern bekannt. Nun kommt der Offroader technisch komplett überarbeitet und mit modernisierten Antriebs- und Sicherheitssystemen auf den deutschen Markt. Der in seiner Formensprache stark an die G-Klasse von Mercedes erinnernde Geländewagen wird von einem 2.0-l-Dieselmotor mit 122 kW angetrieben. Auch wenn die Leistungsdaten nicht vom Sitz reißen, der moderne Innenraum ist für einen robusten Offroader State of the Art. Für die 80-prozentige Steigfähigkeit gilt das erst recht.
Torsten Schmidt:„Offroad-Fans dürften sich freuen, wenn der 212er als Alternative zu den etablierten Marken nach Deutschland kommt. Und das schon ab knapp 40.000 Euro.“
Sebastian Schuster: „Einfach ein cooler Offroader, der sich wohltuend von den weichgespülten SUVs abhebt.“
Leapmotor B05 – für die urbane Elektromobilität
Mit dem globalen Debüt des B05 präsentiert Leapmotor ein sportlich gezeichnetes kompaktes Elektroauto, das urbane Käuferschichten ansprechen soll. Zu den technischen Highlights zählen rahmenlose Türen, die in Kombination mit den markanten 19-Zoll-„Swift-Wing“-Leichtmetallfelgen die sportliche DNA des Kompaktklässlers unterstreichen. Des Weiteren untermauert Leapmotor seine globalen Expansionspläne, indem der Elektro-SUV B10 (im Bildhintergrund) ebenso seinen offiziellen Einzug in den europäischen Markt feierte.
Jessica Socher: „Von außen ganz schön, aber wie sieht es wohl innen aus? Leider war der Innenraum aufgrund einer aufgeklebten Folie auf den Scheiben nicht sichtbar … Was uns da wohl erwartet?“
Torsten Schmidt: „Sind das Autos, auf die Europa wartet? Mich überzeugen beide Modelle jedenfalls nicht …“
Volvo ES90 – Limousine mit SUV-ähnlicher Bodenfreiheit
Volvo zeigte auf der IAA unter anderem den rein elektrischen ES90, mit dem die Schweden sowohl (umwelt-)technisch, aber auch beim Design Akzente setzen wollen. Sichtbar wird das an der neuen Interpretation der klassischen Limousinenform. Die sportlich-elegante Linienführung eines Viertürers mit 653 PS in der Twin-Motor-Performance-Variante trifft auf die Flexibilität eines Schrägheckmodells sowie die Geräumigkeit und leicht erhöhte Bodenfreiheit eines SUV. Außerdem soll die kürzlich gestartete Produktion Volvos das Engagement für eine vollständig elektrifizierte Zukunft untermauern. Dazu gehört auch, dass der ES90 im klimaneutralen Volvo-Werk in Chengdu gefertigt wird.
Jessica Socher: „Angesichts des SUV-Wahns schön zu sehen, dass elegante Limousinen noch nicht tot sind.“
Sebastian Schuster:„Ungeachtet der aufgeflammten Verbrennerdiskussion hält Volvo mit dem ES90 ohne Wenn und Aber daran fest, bald nur noch vollelektrische Autos bauen zu wollen.“
Xpeng P7+ – ein KI-basiertes Fahrzeug
Genau genommen stand bei Xpeng nicht das eine neue Fahrzeug im Vordergrund, sondern die Zukunft der Mobilität mit KI. Der Autobauer hat die Full-Stack-KI-Architektur nämlich selbst entwickelt, das die Cloud mit Fahrzeug (irgendwann auch das fliegende Auto), Rechenleistung und Hardware vereint. Diese Vernetzung mit entsprechenden Funktionen werden durch eine hochintegrierte zentrale Rechen- und Zonensteuerungsarchitektur unterstützt, die eine umfassende Hardware-Software-Synergie im gesamten Fahrzeug ermöglichen soll. Erstmalig kommt diese KI-Architektur im P7+ zum Einsatz, der in Kürze auf dem europäischen Fahrzeugmarkt Einzug erhält. Neben der Vorstellung des ersten KI-Autos, das von einem 593 PS starken E-Antrieb in 3,7 Sekunden von null auf 100 km/h katapultiert wird, verkündete das Unternehmen, dank der KI bis 2026 die Serienproduktion autonom fahrender Fahrzeuge der Stufe 4 anzustreben.
Jessica Socher: „Wie ambitioniert chinesische Autobauer sind, zeigen die Ankündigungen von Xpeng rund um die Vorstellung des P7+.“
Torsten Schmidt: „Kopieren war gestern. Technologieführerschaft ist heute der Anspruch von OEMs wie Xpeng, die mit KI und Vollgas an die Spitze fahren wollen.“
VW ID.Polo – der bekannte Kleine mit neuester HV-Technologie
Bis vor Kurzem war der ID.Polo noch bekannt als die Konzeptstudie ID.2all, doch endlich zeigte sich das Serienfahrzeug der Öffentlichkeit – wenn auch noch getarnt. Auch das GTI-Modell blieb auf der IAA unter der Tarnfolie verhüllt. Laut Volkswagen basiert der vollelektrische Polo auf der nächsten Entwicklungsstufe des modularen E-Antriebsbaukastens: dem MEB+. Das Modell soll zudem mit Travel Assist (inklusive automatischen Spurwechsel und Ampelerkennung), Park Assist Plus (mit Memoryfunktion) und Area View (360-Grad-Kamera) ausgestattet sein. Die Weltpremiere soll im Mai 2026 stattfinden und auch die GTI-Version ist für nächstes Jahr geplant.
Jessica Socher: „Mit einem Grundpreis von unter 25.000 Euro wäre das endlich mal ein E-Fahrzeug mit guter Technologie, das auch mal in meinem Budget liegt.“
Sebastian Schuster: „Zum 50. Geburtstag der Modellreihe eine starke neue Generation – besonders mit der Wahl zwischen den drei Ausstattungsversionen und der zusätzlichen GTI-Version mit 166 kW (226 PS).“
Škoda Epiq – batterielektrischer Crossover-Cityflitzer
Nur 4,10 Meter lang ist der Epiq von Škoda und ist damit das kleinste unter den E-Fahrzeugen des Autobauers. Aufgrund der kompakten Abmessungen ist er ideal für Stadtfahrten, kann allerdings auch Reisen bis zu 400 Kilometer Reichweite ohne Ladestopp zurücklegen. Der Wagen soll 2026 debütieren und im kostengünstigeren Preissegment für rund 25.000 Euro angesiedelt sein. Seine unverwechselbare Front prägen bifunktionale, t-förmige LED-Elemente für Tagfahrlicht und Blinker sowie Matrix-LED-Scheinwerfer und ein markant aussehender „Kühlergrill“.
Jessica Socher: „Vom Optischen her mal was ganz anderes! Gefällt mir sehr gut und der Gepäckraum ist mit einer Kapazität von 490 Litern trotz der kompakten Abmessungen viel größer, als ich erwartet hatte.“
Sebastian Schuster: „Vom digitalen Schlüssel auf dem Smartphone bin ich nicht ganz so begeistert, trotzdem zeigt Škoda damit, dass der Epiq topmodern sein wird.“
Kia EV4 – zwei Karosserievarianten im C-Segment
Mit dem vollelektrischen EV4 begründet Kia eine neue Fahrzeugkategorie, denn das Modell ist weder eine klassische Limousine noch ein Kombi oder ein Coupé. Bis zu 633 Kilometer soll der Wagen hinter sich bringen, ohne zwischenladen zu müssen. Und wenn es bei noch längeren Fahrten doch nötig wird, sei die Batterie laut Autobauer in circa 30 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen. Das neue Modell aus dem C-Segment ist in zwei Karosserievarianten erhältlich: Der EV4 mit europäischem Design und dynamischem Fahrverhalten, sowie der progressive EV4 Fastback mit einem globalen Designkonzept und optimierter Aerodynamik.
Jessica Socher: „Ein enorm breites Panoramadisplay mit drei Bildschirmen – wer braucht denn sowas?“
Torsten Schmidt: „Die Sitze mit auswählbaren Theater- und Ruhemodi und dazu das fein einstellbare Ambientelicht, das sogar auf die eigene Umwelt reagiert – was es nicht alles gibt.“
Ford Ranger Plug-in-Hybrid MS-RT – der Ranger mit stärkstem Drehmoment
Ford präsentierte auf dem Open Space den Ranger Plug-in-Hybrid MS-RT. Der Autobauer hat in Zusammenarbeit mit MS-RT – einer Ausgliederung von M-Sport, dem Rallye-Partner von Ford – die elektrifizierte Variante des Pick-ups noch extrovertierter und dynamischer gestaltet. Das muskulöse Karosseriedesign und die einzigartigen Ausstattungsdetails gehen mit einer Motorleistung von 207 kW (281 PS), einer rein elektrischen Reichweite von bis zu 40 Kilometern und einem Drehmoment von 697 Nm einher – dem stärksten Drehmoment, das je ein Ranger zu bieten hatte. Erste Bestellungen sollen im Lauf des Jahres bereits möglich sein, die Auslieferung startet voraussichtlich 2026.
Sebastian Schuster: „So viel Zugkraft wie noch kein anderes Serienmodell dieses Pick-ups zuvor – und das als PHEV. Stark!“
Torsten Schmidt: „Bin gespannt, ob der bei Pick-up-Fans beliebte Ranger auch als Plug-in-Hybrid so gut ankommen wird. Zweifel sind angebracht.“
Renault Clio Full Hybrid E-Tech – inklusive Sicherheits-Rundum-Paket
Im Rahmen der IAA zeigte Renault der Öffentlichkeit die sechste Generation seines Kleinwagen-Bestsellers Clio und lehnte sich dabei vom Design her an das Konzeptfahrzeug Emblème an, das dort auch vorgestellt wurde. Der neue Clio zeigt sich rundum sportlich und integriert dabei die Aerodynamik: Die Dachlinien kanalisieren die Luft zum Heckspoiler, zudem sind die Türgriffe in die hinteren Fenster integriert. Der selbstaufladende Full-Hybrid-E-Antrieb mit 158 PS schafft eine Reichweite bis 1.000 Kilometer, dabei beträgt der Kraftstoffverbrauch im kombinierten Zyklus nur 3,9 Liter pro 100 Kilometer.
Torsten Schmidt: „Mit seinen insgesamt 29 ADAS-Systemen zeigt der Clio, dass bald auch Kleinwagen mit Fahrerassistenten (zu) vollgestopft sind.“
Sebastian Schuster: „Der Multimedia-Doppelbildschirm mit einer Größe von je 10 Zoll bietet mehr als 100 Navigations-, Nachrichten- und Unterhaltungs-Apps. Wer soll das denn brauchen?“
Lucid Gravity Grand Touring – Luxus-SUV mit Platz für sieben Personen
Mehr als 116.000 Euro kostet der Lucid Gravity Grand Touring, den der amerikanische Hersteller Lucid Motors hoch oben auf dem Dach seines Standes bei der IAA präsentiert hat. Der vollelektrische, dreireihige SUV bietet Platz für sieben Personen und weist eine Reichweite von 748 Kilometern auf. Laut Autobauer kann der Wagen dank seiner 926-Volt-Architektur in nur 14 Minuten 400 Kilometer laden. Der Gravity Grand Touring leistet 617 kW (839 PS) und beschleunigt in nur 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h. Mit umgeklappten Sitzen erreicht er zudem ein Frachtvolumen von 3.398 Litern.
Sebastian Schuster: „Ein stolzer Preis, aber ein topmoderner SUV. Dass die Sitze in der zweiten Reihe schiebbar sind und Tische, 230-V-Stecker und USB-C-Anschlüsse beinhalten, finde ich wirklich praktisch.“
Torsten Schmidt: „Der Luxuswagen ist für mich zwar nicht schräg daneben, aber mehr als ein Nett ringt mir das Design auch nicht ab.“
Denza D9 DM-i – Chinesischer Premium-Van
Mit dem D9 DM-i möchte Denza – die Premiummarke von BYD – nun auch den europäischen Markt erobern. Der vollelektrische Van soll einen Spurt von null auf hundert in 6,9 Sekunden schaffen, hat eine elektrische Reichweite von 600 Kilometern und kann laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite in zehn Minuten dazugewinnen. Die Designsprache des Fahrzeugs nennt sich „π-Motion“ und kombiniert die mathematische Präzision von π mit einer geschmeidigen, fließenden Bewegung, so Denza. Das soll Dynamik erschaffen und zur hohen Wiedererkennung beitragen. Eine Besonderheit im Innenraum sind die Sitze der zweiten Reihe, die je einen kleinen Bildschirm in der Armlehne integriert haben. Mit diesem können Mitfahrer individuell etwa Musik, Licht und Klimaanlage steuern.
Sebastian Schuster: „Bei einer Geschwindigkeit von 120 km/h soll das Geräuschlevel des Fahrzeugs gerade einmal 64,6 dB betragen – das ist vergleichbar mit einer normalen bis lauten Konversation. Das ist wäre wirklich krass leise – für so einen Panzer.“
Jessica Socher: „Was der Hersteller mit der π-Designsprache bewirken möchte? Wenn es für Aufsehen um jeden Preis sein soll, dann ist das Ziel erreicht.“
Porsche 911 Turbo S – Leistungsstärkstes Serienmodell des 911er
Der Porsche 911 Turbo S debütierte mit einem neu entwickelten Antriebsstrang, der eine Systemleistung von 523 kW (711 PS) und ein maximales Drehmoment von 800 Nm erreicht. Das mache den neuen 911 Turbo S zum stärksten Serien-Elfer aller Zeiten. Ausgerüstet mit der laut Autobauer besonders leichten T-Hybrid-Technik und einem 400-V-Hochvoltsystem erreicht er ein Plus von 61 PS im Vergleich zum Vorgänger. Das Herzstück ist ein 3.6-l-Sechszylinder-Boxermotor. Zusätzlich kommen zwei eTurbos zum Einsatz, die nicht nur zur Leistungssteigerung beitragen, sondern auch das Ansprechverhalten sowie die Spontanität und Agilität des Antriebs verbessern sollen. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt das Turbo S Coupé binnen 2,5 Sekunden.
Jessica Socher: „Irre der neue 911er Turbo S, auch wegen der Dimensionen der PCCB-Bremsanlage, welche die größte ist, die Porsche jeweils in einem Zweitürer je verbaut hat.“
Torsten Schmidt:„Mit 7:03,92 Minuten ist dieser 911er rund 14 Sekunden schneller als sein Vorgänger. Bleibt die Frage: Trotz der Komponenten des Performance-Hybridsystems, oder wegen dieses zusätzlichen Ballastes?“
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