EU-weite Genehmigung als Anlass

Neuer Name für Teslas Assistenzsystem

Aktuell ist Teslas Assisted Driving in neun EU-Ländern zugelassen. Das Verfahren zur EU-weiten Genehmigung läuft noch. Bild: jetcityimage – stock.adobe.com

Mal wieder gibt es Neuigkeiten rund um Teslas Fahrerassistenzsystem: Aus dem zuletzt zu Full-Self-Driving (Supervised) bezeichneten System wurde nun Assisted Driving. Die Umbenennung habe Tesla selbst im Rahmen des laufenden Verfahrens zur EU-weiten Genehmigung vorgeschlagen. Denn laut Angaben des Bundesministeriums setzte sich Verkehrsminister Steffen Bilger für eine zeitnahe Genehmigung ein, allerdings unter einem anderen Namen wie bisher. Full-Self-Driving (Supervised) sei irreführend, da das System die Fahraufgabe nicht vollständig übernimmt. Der Fahrer muss weiterhin jederzeit aufmerksam bleiben und die Verantwortung tragen; das System unterstützt lediglich.

Erst kürzlich hatte Tesla im Vorfeld einer möglichen Abstimmung zur EU-weiten Zulassung einen Datenbericht mit einem zentralen Teil der Nachweise für die bereits umgesetzte Genehmigung in den Niederlanden veröffentlicht.

Der Grund: Tesla hat zwar sein FAS an die Vorschriften gemäß UN-R-171 DCAS angepasst, zugleich aber im Rahmen der EU-Verordnung 2018/858 eine Ausnahmeregelung für bestimmte Verhaltensweisen beantragt. Der Datenbericht, der laut Tesla im April allen EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung gestellt wurde, soll die Sicherheitsnachweise für diese Ausnahmen liefern. Er enthält unter anderem folgende Punkte:

Eigenen Auswertungen zufolge reduziert das nun zu Assisted Driving umbenannte FAS die Anzahl schwerer Unfälle gegenüber dem manuellen Fahren in allen Straßenkategorien (bei über drei Milliarden gefahrenen Kilometern im Jahr 2025: Autobahn um 45 %, Bundesstraßen um 69 %, Stadtverkehr um 50 %, Nebenstraßen um 40 %). Ebenso verringere es automatische Notbremsungen um bis zu 84 Prozent und harte Bremsungen um bis zu 81 Prozent – sowohl auf Autobahnen als auch in Städten. Zudem vermeide die Funktion 99 Prozent der leichten Kollisionen während Spurwechseln auf Autobahnen und 93 Prozent außerhalb von Autobahnen – basierend auf 377 Millionen Fahrzeugmanövern im Flottenbetrieb.

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