KI macht fahrerspezifische Funktionsvorschläge

Der MBUX Hyperscreen ist eines der technischen Highlights im EQS von Mercedes-Benz. Der KI-Assistent des Bediensystems zeigt proaktiv die für Fahrer und Beifahrer relevanten Funktionen und lernt dabei permanent mit.
Zur Bedienung von Infotainment- und Bediensystemen sind meist mehrere Schritte nötig. Um das zu vereinfachen, hat der Stuttgarter Autobauer mit Hilfe künstlicher Intelligenz eine Benutzeroberfläche mit kontextsensitivem Bewusstsein entwickelt.
Der MBUX (Mercedes-Benz User Experience) Hyperscreen im elektrischen Oberklasse-Modell EQS ist eine 141 Zentimeter lange und gewölbte Einheit von mehreren Bildschirmen, die sich nahezu über die gesamte Breite von der linken zur rechten A-Säule erstreckt. Mit lernfähiger Software aufgrund künstlicher Intelligenz (KI) stellt sich das Anzeige- und Bedienkonzept auf seinen Nutzer ein und unterbreitet proaktiv personalisierte Vorschläge für Infotainment-, Komfort- und Fahrzeugfunktionen. Auch der Beifahrer erhält sein eigenes Anzeige- und Bediendisplay, das mit sieben Profilen individualisiert werden kann.
Den Angaben zufolge muss der Fahrer weder durch Untermenüs scrollen noch Sprachbefehle geben, denn die wichtigsten Applikationen werden situativ und auf den Kontext bezogen auf der obersten Ebene im Blickfeld angezeigt. Anhand des Nutzungsverhaltens von mehr als 1,8 Millionen Pkw-Fahrern mit der ersten MBUX-Generation (seit 2018 in der A-Klasse) wurde deutlich, dass die meisten Anwendungen zu Navigation, Radio/Media und Telefonie gehören, so der Autobauer. Daher stehe die Navigationsapplikation immer im Zentrum der Bildschirmeinheit.
Anwenderverhalten wird analysiert
Über 20 weitere Funktionen – von Aktiv-Massage-Programm über Geburtstagserinnerung bis Vorschlag für die To-do-Liste – werden vom KI-Assistenten automatisch angeboten, wenn sie für den Kunden in dem Moment relevant sein könnten. Wer beispielsweise dienstagabends immer eine bestimmte Person anruft, bekomme an diesem Wochentag und zu dieser Uhrzeit einen entsprechenden Anruf vorgeschlagen. Oder: Schaltet der Benutzer regelmäßig zur Sitzheizung auch die Heizung von Lenkrad und von weiteren Flächen ein, werde ihm das vorgeschlagen, sobald er die Sitzheizung betätigt.

Ebenso könne das Fahrwerk des EQS angehoben werden, um mehr Bodenfreiheit zu erhalten. Der KI-Assistent des MBUX merkt sich die GPS-Position, an der der Nutzer Gebrauch von der Vehicle-lift-up-Funktion gemacht hat. Nähert sich das Fahrzeug erneut dieser Position, schlägt der KI-Assistent selbstständig vor, den Wagen anzuheben.







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