Infiniti stellt serienreifen Motor mit variablem Verdichtungsverhältnis vor

Der erste serienreife Motor mit variablem Vierdichtungsverhältnis trägt das Kürzel VC-T. Bilder: Infiniti

Variable Turbinengeometrie am Turbolader, variable Nockenwellenverstellung und variabler Ventilhub. Alles Maßnahmen, die nicht neu sind und mit denen sich die Zylinderfüllung für die verschiedenen Lastbereiche optimieren lässt. Doch warum nicht den Kolbenhub und damit das Verdichtungsverhältnis variabel gestalten? Infiniti hat jetzt diese Technologie zur Serienreife gebracht.

Auf dem Pariser Autosalon vom 1. bis 16. Oktober  zeigt Infiniti nach eigenen Angaben als erster Autobauer einen serienreifen Motor mit variablem Verdichtungsverhältnis. Entsprechend trägt das Vierzylinder-Triebwerk die Bezeichnung VC-T. Dies steht für ‚Variable Compression-Turbocharged‘.

20 Jahre Entwicklungsarbeit
Insgesamt haben die Ingenieure mehr als 20 Jahre Entwicklungsarbeit investiert, um diese spezielle Variante des Verbrennungsmotors zur Serienreife zu bringen. Vor diesem Hintergrund betont Roland Krüger, Präsident bei dem Premiumhersteller: „Die Technologie hinter VC-T bedeutet eine neue Ära für Infiniti. Sie stellt einen revolutionären Schritt zu mehr Effizienz von Verbrennungsmotoren dar. Dieser technologische Durchbruch erlaubt zugleich, die Power eines 2-l-Hochleistungs-Triebwerks mit dieser hohen Effizienz zu verbinden.‘ Das VC-T System eröffne ein neues Kapitel in der Geschichte des Verbrennungsmotors, da das Triebwerk nicht mehr auf ein starr über den gesamten Drehzahlbereich unverändertes Verdichtungsverhältnis festgelegt bleibe, so Krüger.

Totpunkt verschiebt sich
Der Vorteil der VC-T-Motorentechnologie besteht darin, den oberen Totpunkt des Kolbenhubs stufenlos verschieben zu können. Dadurch lässt sich der Hubraum variabel verändern und demzufolge auch das daraus resultierende Verdichtungsverhältnis.

Der VC-T variiert dabei zwischen einem Verdichtungsverhältnis von 8:1 (für hohe Leistung) und 14:1 (für hohe Effizienz). Die Steuergeräte nehmen die entsprechenden Anpassungen laufend und in Abhängigkeit der jeweiligen Fahr- und Lastsituation permanent vor. Im Endeffekt führt die VC-T-Technologie zu einem reduzierten Verbrauch und verringerten Emissionen, teilt Infiniti mit. Darüber hinaus seien die Geräuschkulisse deutlich niedriger und die Vibrationen geringer. Zudem ist der VC-T-Motor leichter und kompakter als ein vergleichbares konventionelles Triebwerk.