Fahrzeugvernetzung: Continental gewinnt Matthies für Nachrüst-Telematiksystem

Prinzip der Fahrzeugvernetzung mit der Nachrüstlösung "Remote Vehicle Data Plattform". Bild. Continetal

Auf der Automechanika 2016 hat Continental seine sogenannte Remote Vehicle Data Plattform (RVD) mit vAnalytics vorgestellt. In Kombination ergeben diese beiden Tools eine Telematiklösung zum Nachrüsten, um in Zukunft aus der Ferne Daten aus Fahrzeugen auslesen und digitale Dienstleistungen anbieten zu können. Der Ersatzteilgroßhändler Matthies setzt jetzt dieses System ein, um seinen Werkstattkunden die Möglichkeit zu geben, sich mit Kundenfahrzeugen zu vernetzen.

Hauptbestandteile des Telematiksystems sind eine Cloud zur Datenübertragung sowie ein OBD-Dongle im Fahrzeug, der Fahrzeugdaten ausliest. Jedoch lässt sich über das Telematiksystem  mehr als nur der Fernzugriff auf Fahrzeuge zu Diagnosezwecken realisieren. Vielmehr soll das System auch die Möglichkeit eröffnen, in Zukunft neue Services und Geschäftsmodelle zu realisieren – zum Beispiel Customer Relationship Management, Positionsbestimmung, Geofencing oder Funktionen für das Flottenmanagement.

Der deutsche Werkstattausrüster und Ersatzteilgroßhändler Matthies zählt zu den ersten Kunden von Continental für die kombinierte Lösung aus RVD und vAnalytics. Auf Basis der kompletten Plattform liefert der Großhändler Autowerkstätten ein schlüsselfertiges Paket, mit dem diese ihren Kunden vernetzte Dienste zur Verfügung stellen können. Denn aufgrund des einfach in die OBD-Schnittstelle einsteckbaren Bluetooth-Dongles ermöglicht die Remote Vehicle Data Plattform auch Fahrzeuge zu vernetzten, die eigentlich nicht vernetzt sind.

Dadurch lassen sich etwa aus der Ferne Fehlerspeicher abfragen, aber auch Termine vereinbaren. Als Schnittstelle zwischen Cloud und OBD-Dongle fungiert das Smartphone des Autofahrers, dem auf diesem Weg Terminvorschläge oder andere Aktionen und Angebote unterbreitet werden können.