Alzura Tyre24

Ersatzteilhandel überholt Ursprungsgeschäft mit Reifen

Im abgelaufenen Jahr wurden auf dem B2B-Online-Marktplatz Alzura erstmals mehr Kfz-Ersatzteile geordert als Reifen – und das selbst in Zeiträumen, die traditionell vom saisonalen Reifengeschäft geprägt sind. Welche Schlussfolgerungen der CEO daraus zieht.

Michael Saitow, CEO und Gründer von Alzura, sieht einen Wandel im Einkaufsverhalten von Werkstätten und Teilehändlern, der Onlineplattformen begünstigt. Bilder: Alzura Tyre24

Die Verschiebung des Geschäfts von Reifen zugunsten von Ersatzteilen bei Alzura weist dem Unternehmen zufolge auf einen strukturellen Wandel im Einkaufsverhalten von Werkstätten und Teilehändlern hin. Digitale Marktplätze seien nicht mehr nur ergänzende Beschaffungsquelle, sondern zunehmend ein zentrales Steuerungsinstrument im Tagesgeschäft. Denn der Montag ist der mit Abstand stärkste Bestelltag bei Alzura – worin man ein klares Signal für die Integration digitaler Beschaffung in die wöchentliche Werkstattplanung sieht.

„Viele unserer Kunden haben ihre Skepsis gegenüber der Onlinebeschaffung von Ersatzteilen abgelegt. Sie erkennen, dass datenbasierte Prozesse, transparente Preise und verlässliche Lieferzusagen direkte Auswirkungen auf Produktivität und Marge haben”, sagt Michael Saitow, CEO und Gründer des Unternehmens. Als zentralen Wachstumstreiber für die Plattform sieht er die Sortimentstiefe. Mehr als 29 Millionen unterschiedliche Produkte von über 2.000 Lieferanten stehen Angaben zufolge auf dem Marktplatz zur Verfügung – inklusive Live-Bestandsabgleich. Damit sind Preise, Verfügbarkeiten und voraussichtliche Lieferzeiten auf einen Blick ersichtlich. Das ermöglicht die Wahl zwischen schnellstmöglicher Lieferung oder kostengünstigem Teil.

Für das erste Halbjahr 2026 plant Alzura Erweiterungen, die eine bessere Teileidentifizierung ermöglichen und Zahlungsziele von bis zu 30 Tagen einräumen.

Für das erste Halbjahr 2026 plant Alzura gezielte Erweiterungen, um den Bedürfnissen von Werkstätten noch mehr gerecht zu werden. Ein zentrales Element dabei ist die Einführung einer integrierten Bezahllösung mit Buy-now-pay-later-Option. Damit können Kunden künftig wählen, ob sie ihre Bestellungen sofort oder erst nach 7, 14 oder 30 Tagen begleichen möchten. Parallel dazu wird die Teilesuche funktional ausgebaut. Werkstätten sollen Ersatzteile künftig direkt über die VIN-Nummer identifizieren können. Ergänzt wird diese Funktion durch OE-Explosionszeichnungen, die eine präzise und sichere Teilezuordnung ermöglichen.

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