Lichttechnik

Argumente für H4- und H7-Umrüst-LEDs

Mit legalen LED-Lampen Zusatzumsätze generieren: Leuchtmittel auf Lager nehmen und jeden potenziellen Kunden einfach ansprechen.

Unterschied Leuchtkraft Halogen- und LED-Scheinwerfer
Der Unterschied zwischen Serien-Halogen-Leuchtmittel und LED (unten) ist auffallend. Bilder: Klostermann, Philips (1)

Selten waren Zusatzumsätze so einfach zu erzielen wie mit einer Umrüstung von klassischer Halogenlampe auf LED-Technologie: Einfach auf den Internetseiten von Osram und Philips prüfen, ob der Wagen eines Kunden für die Nachrüstung von LED-H4- oder H7-Leuchtmitteln geeignet ist. Die Vorteile für die Werkstatt: Zusatzumsatz von 120 bis 140 Euro durch den Teilepreis. Und natürlich erhöht sich der Umsatz, wenn ein CAN-Bus-Adapter notwendig ist und der Einbau gleich vorgenommen werden soll.

Die Argumente

Bei vielen Autos müssen die Scheinwerfer de-/montiert werden, da oft der Platz nicht genügt, um die Adapter für die LED-Lampen anzubringen. In solchen Fällen sichert übrigens die zwingend erforderliche Dienstleistung „Scheinwerfer einstellen“ weitere Umsätze. Aus diesen Gründen und weil für den Scheinwerferausbau bei verschiedenen Fahrzeugen die Stoßfängerhaut (teilweise) abzubauen ist, sind die meisten Autofahrer für die Nachrüstung auf eine Werkstatt angewiesen. So sprechen die Lampenanbieter bei Modellen wie Opel Astra und VW Golf 6 von einem „anspruchsvollen“ Einbau – der nichts für Laien ist.

Es gibt allerdings sehr gute Argumente, Kunden von dem (finanziellen) Aufwand der Nachrüstung zu überzeugen – vor allem in der dunklen Jahreszeit. Sie bekommen nämlich spürbar mehr Licht und somit Sicherheit auf die Straße. So erzeugt die Osram H7-LED Night Breaker laut Hersteller mit rund 6.000 Kelvin besonders weißes und bis zu 220 Prozent mehr Licht als eine Halogenlampe – und das völlig legal mit Zulassung.

Die Lebensdauer von bis zu 3.000 Stunden reicht in den meisten Fällen ein Autoleben lang – und ist Osram zufolge fünfmal so lang wie bei Halogenlampen. Den Kosten für die LED-Nachrüstung kann man demnach die Einsparung für immer mal wieder fällige Halogen-Wechsel gegenüberstellen.

Beste Werbung für eine Nachrüstung kann die Werkstatt machen, indem sie den eigenen Ersatzwagen damit ausstattet. Jetzt im Winter ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Kunde damit in der Dunkelheit unterwegs ist und den Lichtgewinn sofort positiv bemerkt.

Die Montage

Die LED-Leuchtmittel werden ebenso eingebaut wie ihre Halogen-Verwandten. Allerdings soll der Monteur dabei nur auf den Rand drücken, damit das Lüfterrad nicht beschädigt wird. Sofern der Anbieter für das betreffende Auto einen CAN-Bus-Adapter vorschreibt, wird dieser zwischen Scheinwerfer und Autokabelstrang gesteckt sowie mit Kabelbindern befestigt. Er unterdrückt das Flackern der LEDs aufgrund Kaltstromüberwachung (und hat eigentlich nichts mit dem CAN-Bus zu tun, denn der liegt an Scheinwerfern meistens gar nicht an).

Nach der Umrüstung gehört das Auto sofort auf den Scheinwerfer-Einstellstand. Der Kunde erhält die Einbauanleitung, aus der er sich per QR-Code das Genehmigungsdokument ausdrucken kann. Es muss stets im Auto mitgeführt werden. Denn die Polizei hat ein Auge auf Autos, die es ab Werk nicht mit LED-Frontscheinwerfern gab, die aber dennoch LED-hell strahlen. Bei einer dann fälligen Kontrolle belegt der Genehmigungsausdruck, dass die Nachrüstung gemäß Paragraph 22 StVZO legal ist.

Für welche Fahrzeuge LED-Lampen verfügbar sind:

Diese Listen werden laufend um neue Modelle ergänzt und enthalten zudem Hinweise, ob auch für das Fernlicht eine Nachrüstung möglich ist.

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