Leitlinien für den Autohandel

Ab August 2026 gelten EU-Transparenzvorschriften für KI

Achtung deutsche Autohändler: Die Leitlinien von imagin.studio zum EU-KI-Gesetz warnen vor Transparenzpflichten, Betreiberverantwortung und Urheberrechtsrisiken im Automobilvertrieb. Bild: vegefox.com – stock.adobe.com

Am 2. August 2026 tritt das EU-Gesetz über künstliche Intelligenz EU AI Act vollständig in Kraft. Deshalb fordert Imagin.studio in seinen Leitlinien (https://khme.de/imaginstudio) Autohändler auf, unbedingt zeitnah ihre Nutzung von KI-generierten Bildern, automatisierten Marketingtools und KI-gesteuerten Finanzsystemen zu prüfen. Auch dann, wenn diese Tools von Drittanbietern bereitgestellt werden.

Verantwortung gegenüber Kunden

Laut den Experten ergibt sich die unmittelbarste Auswirkung für den Fahrzeughandel aus Artikel 50: Demnach ist klar offenzulegen, wenn Bilder, Video- oder Audioinhalte durch KI generiert oder erheblich manipuliert wurden. Martijn Versteegen, CEO und Mitbegründer von IMAGIN.studio, erklärt: „Der Automobilhandel hat KI im Marketing und Merchandising schnell eingeführt, aber die Regulierung holt nun auf. Viele Unternehmen sind sich noch nicht bewusst, dass sie ihren Kunden mitteilen müssen, wenn KI zur Erzeugung oder Veränderung von Fahrzeugbildern eingesetzt wurde.“

Die Leitlinien zeigen zudem auf, dass KI-Anwender auch dann für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich sind, wenn die Technologie von einem externen Anbieter bereitgestellt wird. Darüber hinaus weist IMAGIN.studio darauf hin, dass wer KI-Systeme bei der Bonitätsprüfung und Finanzierungsentscheidungen einsetzt, wissen sollte, dass diese strenge Überwachungs-, Dokumentations- und menschliche Überprüfungsprozesse erfordern. Gleichzeitig wird von Unternehmen erwartet, dass sie sicherstellen, dass Mitarbeiter die verwendeten Tools und die damit verbundenen Risiken verstehen.

Empfohlene Maßnahmen

Versteegen geht davon aus, dass KI-Nutzung in digitalen Einzelhandelsumgebungen künftig verstärkt überprüft wird und rät deshalb zu folgenden Maßnahmen:

  • Prüfung aller Bild- und Marketing-Workflows, um festzustellen, wo KI eingesetzt wird
  • Überprüfung von Lieferantenverträgen und Klärung der Verantwortung für die Einhaltung der Vorschriften
  • Bewertung von Finanz- und Kreditsystemen hinsichtlich einer Einstufung als risikoreich
  • Einführung interner Schulungen zur Erfüllung der Anforderungen an die KI-Kompetenz.

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