Beunruhigende Tendenz

Cyberangriffe auf Autos und -branche nehmen zu

VicOne schätzt den entstandenen Schaden durch Cyberattacken im Automotive-Bereich auf mehrere Milliarden Euro. Bild: evgeniykleymenov – stock.adobe.com

Ein von VicOne erstellter „Automotive-Cybersecurity-2025“-Report zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Kriminelle nehmen verstärkt sowohl Autos als auch die dazugehörige Branche ins Visier.

Ein von VicOne erstellter „Automotive-Cybersecurity-2025“-Report zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: Kriminelle nehmen verstärkt sowohl Autos als auch die dazugehörige Branche ins Visier. Der Anbieter von Lösungen für die Cybersecurity in Fahrzeugen registrierte im Jahr 2024 insgesamt 215 Vorfälle in der Automobilbranche und eine konstante Bedrohung während des gesamten Jahres. Cloud- und Backend-Sicherheitslücken waren die häufigsten Angriffsvektoren und betrafen unter anderem Ransomware-, Social-Engineering- und Phising-Angriffe sowie Datenverletzungen.

Brisant: Fahrzeugentführungen, Schwachstellen in der Lieferkette, Angriffe auf schlüssellose Zugangssysteme und Virtualisierungsangriffe auf die Fahrzeugelektronik betrafen mit 77 Prozent meist Onboard-Systeme und Over-the-air-Sicherheitslücken. Wie eine Analyse des Nachrichtenaustauschs im kriminellen Untergrund zeige, werden vielschichtigere und verbreitetere Cyberangriffe auf Fahrzeuge und die gesamte Branche immer möglicher und wahrscheinlicher. Die Voraussetzungen für einen Übergang von den heutigen, manuellen Hackerangriffen auf Autos zu schädlicheren und umfassenderen Angriffen seien gegeben. Damit meint VicOne etwa falsche Benutzeridentifizierungen und Kontodiebstähle. Nicht zuletzt sieht das Unternehmen kritische Sicherheitslücken in der Ladeinfrastruktur von E-Autos – unsichere Zahlungsprotokolle bis hin zu veralteten Kommunikationsstandards betreffen sowohl Fahrzeuge als auch Stromnetze.

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