
Gleich vier Modelle beim ACE-Sommerreifentest bekommen ein „sehr empfehlenswert“
Beim Blick aufs Gesamtranking des ACE-Sommerreifentests mit zehn Reifenmodellen der Größe 225/40 R18 XL fällt kein Reifen negativ auf. In den Teildisziplinen offenbart sich aber, dass Gesamtbeste auch mal schlechter funktionieren und weniger Gute teils brillieren können.

Nassbremsung macht den Qualitätsunterschied: Während die Testkandidaten beim Notbremsen von 100 km/h bis zum Stillstand auf trockener Straße noch relativ eng beieinander liegen und der Abstand vom Disziplinbesten, dem Bridgestone Potenza Sport Evo mit 32,85 m bis zum Zehntplatzierten, dem Nexen N’Fera Sport (34,73 m) nur knapp zwei Meter beträgt, zeigt sich bei der Nassbremsung beim Verzögern von 80 km/h auf null ein anderes Bild.
Hier beträgt der Unterschied zwischen dem Führenden dieser Kategorie und dem Schlusslicht immerhin 3,83 Meter, was fast eine Wagenlänge ausmacht. Während der Continental SportContact 7 in dieser Wertung als Erstplatzierter von der Teststrecke rollt, findet sich der Nexen mit 28,34 Meter erneut am Ende des Testfeldes.

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Beim Aquaplaning hingegen dreht sich die Reihenfolge. Hier fährt der Nexen aufs Treppchen und teilt sich mit dem Falken Azenis FK520 und dem Pirelli P Zero PZ5 den ersten Platz. Bei letztgenanntem Pneu tritt Aquaplaning auf gerader Strecke erst bei 82,5 km/h auf, während der Nokian Powerproof 2 bereits bei 80,1 km/h aufschwimmt. In der Kurve werden die Unterschiede größer: Der Falken verhindert Aquaplaning am längsten (bis 71,5 km/h), während der zweite der Gesamtwertung, der Continental, hier das Schlusslicht bildet (68,3 km/h).
In Sachen Trocken- und Nasshandling, also den Kategorien, in denen die Tester Eigenschaften wie Seitenführung, Traktion und Lenkpräzision bewerten, zeigt sich, wie Ergebnisse kippen können. Auf trockener Fahrbahn schneiden Pirelli, Falken, Continental und der Michelin Pilot Sport 4S am besten ab. Im Subjektiv-Test überzeugen diese laut Angaben mit guter Kurvenfestigkeit, präzisem Lenkverhalten und einer sicheren und kontrollierbaren Fahrweise. Am anderen Ende dieser Disziplinwertung findet sich neben dem Nexen der Linglong Sport Master: Letzterer erzielt dafür interessanterweise beim Nasshandling den Bestwert aller Kandidaten.
Ganz anders hingegen zwei Reifen, die beim Trockenhandling noch vorn lagen. Der Pirelli und der Falken landen nämlich beim Nasshandling im hinteren Bereich des Feldes. Gründe dafür sind den Testern zufolge ein weniger sicheres Fahrgefühl, mehr Unter- und Übersteuern sowie ein unpräziseres Lenkverhalten und weniger Seitenführung. Die gemeinsamen Zweitplatzierten Nokian und Michelin haben diesen Podiumsplatz inne, weil sie unter anderem mit guter Traktion aus der Kurve heraus überzeugen. Blickt man auf die Kategorie Fahrspurwechsel, liegen alle Testmodelle vergleichsweise eng beieinander, so die Experten des ACE, die für diese Wertung die Reaktionsschnelligkeit sowie die Stabilität und die Kontrollierbarkeit des Fahrverhaltens bewerten.
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