Forschungsprojekt „ModuRep“

HV-Batteriereparatur bis auf Zellebene ermöglichen

Zelltausch HV-Batterie
Der Fokus des Forschungsprojekts ModuRep liegt auf der Entwicklung von reparaturfreundlichen Batteriemodulen und speziellen Methoden für den Zellaustausch. Bild: RWTH Aachen

Momentan ist es bei vielen Automobilherstellern gängige Praxis, dass bei defekten Hochvoltbatterien komplette Module ausgetauscht werden. Im Rahmen des Forschungsprojekts ModuRep wird an Modulen gearbeitet, die auch den Tausch einzelner Zellen erlauben.

Beteiligt an dem Projekt sind die RWTH Aachen zusammen mit der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB und vier industrielle Partner. Ziel der Beteiligten ist es, modulare und reparaturfreundliche Batteriemodule zu entwerfen, inklusive spezieller Methoden für den Zellaustausch sowie Technologien zur Wiederaufbereitung und Alterungskompensation. Um Moduldesigns entwickeln zu können, die ein einfacheres Zerlegen und Montieren ermöglichen, braucht es beispielsweise optimierte Verbindungstechniken, die eine Reparatur vereinfachen und trotzdem die Stabilität der Module sicherstellen.

Das Projekt integriere zudem die sogenannte ETA-Leveling-Technik zur Optimierung der Lade- und Entladevorgänge innerhalb des Moduls, um die Effizienz und die Lebensdauer der Batteriezellen zu erhöhen. Ebenfalls Bestandteil von ModuRep sei es, modulare Prototypen und Werkzeuge für einen sicheren Wechsel einzelner Batteriezellen zu entwickeln, um letztlich den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Am Ende des Tages sollen für Verbraucher längere Nutzungszeiten und geringere Kosten stehen. Das Projekt ist auf drei Jahre anberaumt und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Kommentieren Sie als Gast oder melden Sie sich mit Ihrem Krafthand Medien Benutzerkonto an.
Erforderliche Felder sind mit * markiert