Leseprobe aus dem Fachbuch „Motormanagement Aktoren“. In Kapitel 4.8 beschreibt der Autor das Magnetventil und die ­Nockenwellenverstellung.

4.8 Magnetventil, ­Nockenwellenverstellung

Zur Optimierung der Motorleistung und zur Minderung der Schadstoffemissionen realisieren moderne Motormanagementsysteme auch eine Verstellung der Ein­lass- beziehungsweise Auslassnockenwelle über Magnetventile. Dies dient der Optimierung der Zylinderfüllung sowie der ­optimalen Abgasrückführung. Einige Hersteller verzichten aufgrund der Nockenwellenverstellung bei Ottomotoren sogar auf das Abgasrückführventil. Durch die ­variablen Ventil-Überschneidungszeiten verbleiben genügend Abgase im Brennraum.

Die magnetventil-gesteuerte Nockenwellenverstellung erfolgt in Abhängigkeit von der Motordrehzahl, der Motorlast, der Signale der Nockenwellen-Positionssensoren der Einlass- und Auslassnockenwelle sowie in Abhängigkeit des Signals des Drehzahl- und Bezugsmarkengebers. Die Ansteuerung erfolgt mittels pulsweiten-moduliertem Signal. Je nach Ausführung der Magnetventile wird der Öldruck im stromlosen beziehungsweise im bestromten Zustand auf die Nockenwellenverstellung geleitet.

 

 

Dieses Kapitel ist in folgendem Fachbuch erschienen:

Motormanagement Aktoren

1. Auflage 2018, von Gerald Schneehage, 128 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 39,95 Euro

 

Inhalt (Auszug)

  • Kraftstoffeinspritzventile (Zentraleinspritzung, Saugrohr, Direkteinspritzventile, Injektoren)
  • Magnetventile (Leerlaufsteller, Regenerationsventile, Raildruck-Regelventile, Hochdruck-
    Regelventile, Zumesseinheiten, Nockenwellenversteller, Elektropneumatische Wandler, (etc.))
  • Elektromotoren (Stellmotoren, Pumpen)
  • Heizung (LambdasondenHeizung, Glühkerzen, KraftstoffVorwärmung, Thermostate)
  • Zündspulen (Zylinderzündspule, Doppel-/Einzelfunkenzündspule, Endstufen)
  • AdBlue-Dosierung (etc.)