Pkw-Karosserie Großgussteile
Karosserieinstandsetzung

Über die Reparierfähigkeit von Karosserie-Großgussteilen

Großgussteile (blaue Bereiche) wie beim Tesla Y ersparen zahlreiche Einzelbleche, stellen aber in Sachen Begutachtung und Reparatur bestimmte Anforderungen. Bild: Tesla

Krafthand hat mit einem Dekra-Experten darüber gesprochen, was Großgussteile für die Begutachtung von Unfallschäden bedeuten und ob solche Karosserieabschnitte überhaupt reparierbar sind. Ebenfalls spannend die Frage: In welchem Maß werden die Reparaturkosten in die Höhe schnellen?

Über Jahrzehnte wurden Fahrzeugkarosserien aus mehreren hundert einzelnen Blechteilen zusammengeschweißt, genietet und geklebt. Mittlerweile gehen einige Fahrzeughersteller hier neue Wege.

Stichwort: Gigacasting, auf das zum Beispiel Tesla setzt. Auch bestimmte chinesische OEMs sollen in dieser Technologie eine Alternative zum klassischen Karosseriebau sehen. Bei dem Verfahren können dank einer Gigapresse beispielsweise tragende Teile des Vorder- und/oder Hinterwagens aus einem Guss hergestellt werden, was die Fertigung günstiger und schneller machen soll. Rund 70 unterschiedliche Einzelbleche könne ein Großgussteil ersetzen, heißt es in Expertenkreisen.

Dafür braucht es riesige Pressen, die mit enormer Druckkraft und unter entsprechendem Energieeinsatz die aus Aluminium oder Stahl bestehenden Großgussteile in Form bringen. Doch nicht nur deswegen springt – zumindest derzeit – nicht jeder Autobauer auf diesen Zug auf, wie sich in einem Artikel nachlesen lässt. So habe sich BMW etwa für die Fertigung der Neuen Klasse gegen diese Technologie entschieden. Nicht nur, aber wohl auch wegen des Themas Reparaturfreundlichkeit. Wobei Bernd Grüninger, Bereichsleiter Gutachten und Mitglied der Geschäftsleitung bei Dekra Automobil, im Gespräch mit Krafthand erklärt, dass an diesen Karosserieabschnitten durchaus Reparaturen möglich sein können.

Großgussteil Crashtest
Auch wenn Beschädigungen des Großgussteils selten sind, ausgeschlossen sind sie nicht, wie dieses Ergebnis nach einem Crashversuch bei 25 km/h zeigt. Bild: Thatcham Research


Leider ist die kostenfreie Vorschau auf den Artikel vorbei.

Als Abonnent können Sie auf krafthand.de den ganzen Artikel lesen.