Ursache unbekannt

Hauptlagerschaden beim Abstellen

Lässt sich die Kurbelwelle eines Motors nicht drehen, sind Kolbenschäden nicht auszuschließen. Im vorliegenden Fall lag die Ursache allerdings an anderer Stelle. Bilder: Schuster

Ein unbemerkter Lagerschaden verhindert plötzlich den Motorstart. Wie es dazu kam und warum der Schaden selbst für einen Motoreninstandsetzer nicht alltäglich ist.

Denkt man an Motorschäden, kommen den meisten Kfz-Profis zunächst etwa gerissene Zahnriemen, gebrochene Kolben oder durch fehlenden Öldruck bedingte kapitale Lagerschäden in den Sinn. Der vorliegende Fall ist allerdings subtiler: Der Schaden an einem der Hauptlager der Kurbelwelle stellte sich erst nach einem Startversuch heraus.

Doch eins nach dem anderen: Die Geschichte von Krafthand-Leser Sven Baumann beginnt bei einem seiner Werkstattkunden, der mit seiner Mercedes-Benz B-Klasse auf Urlaub war und den Wagen abgestellt hatte. Als dieser sein Fahrzeug später wieder starten wollte, gelang dies nicht. Mehrere Startversuche blieben erfolglos und da er sich ein gutes Stück entfernt von seiner Heimat befand, ließ er den Mercedes von einer nahegelegenen Werkstatt abschleppen. Dort stellte man ein Klacken des Starters fest und ging daher von einem defekten Anlasser aus – nicht zuletzt, weil sich die Starterbatterie als in Ordnung erwies. Also verbaute die Werkstatt einen neuen Starter, der jedoch das gleiche Symptom an den Tag legte wie der alte.

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