


Der Bremspedalschalter spielt eine zentrale Rolle für Sicherheit und Plausibilitätsprüfungen im Motormanagement. Wie sein Signal das Fahrpedal überstimmt, warum manche Systeme redundante Schalter nutzen und wie Fachleute die Funktion per Oszilloskop prüfen.
Das Signal des Bremspedalschalters (Bremspedalpositionssensor) wird vom Dieselmotormanagement zur Plausibilitätsklärung des Fahrpedalsensors genutzt. Für das Motorsteuergerät ist es unplausibel, dass der Fahrpedalsensor und das Bremspedal gleichzeitig betätigt werden. Von daher hat aus Sicherheitsgründen das Signal des Bremspedalschalters Vorrang vor dem Signal des Fahrpedalsensors.
Bei gleichzeitiger Betätigung wird die Motordrehzahl auf eine erhöhte Leerlaufdrehzahl reduziert. Außerdem wird das Signal des Bremspedalschalters für die Geschwindigkeitsregelanlage genutzt. Der Bremspedalschalter kann als einfacher Schalter ausgeführt sein oder auch als doppelter Schalter mit Redundanzsignal, welches nur zur Überprüfung des ersten Signals dient.
Der Bremspedalschalter kann auch als Hallgeber ausgeführt sein. Dies bietet den Vorteil, dass dieser berührungslos und damit verschleißfrei arbeitet.
Der Kfz-Profi misst zuerst mit dem Oszilloskop auf der Signalleitung zwischen Steuergerät und Masse den Signalverlauf am Bremspedalschalter. Je nach Hersteller kann hier eine Plus- oder Masseschaltung vorliegen. Des Weiteren kann es sich bei den Schaltern um Öffner oder Schließer handeln.
Je nach Hersteller und Schalterausführung kann der Schalter mit 5 V oder 12 V Spannungsversorgung arbeiten. Einige OEM setzen auch Schalter mit redundanten Signalen ein. In diesen Fällen werden entweder zwei Schalter (ein Schließer und ein Öffner) oder zwei Schaltkontakte in einem Bauteil verbaut.
6. erweiterte Auflage 2021 von Gerald Schneehage, 160 Seiten, 195 Abbildungen/Grafiken/Tabellen, 49,95 EuroMotormanagement Sensoren – Aufbau, Funktion und Prüfung mit dem Oszilloskop