


Tuning am Motor oder in dessen Peripherie ging in den letzten Jahren ohne Frage zurück. Der Grund dafür ist unter anderem das komplexe Zusammenspiel zwischen Motor- und anderen Systemsteuerungen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Dazu zählt das Nachrüsten sogenannter Air Intakes. KRAFTHAND hat einen Mustereinbau vorgenommen.
Um es vorweg zu nehmen, der Einbau eines Air Intakes ist rein fachlich gesehen keine große Herausforderung. Er ist so simpel, dass er sich als schöne Arbeit zum Lernen für Auszubildende eignet. Man kann ihnen dabei gleich vermitteln, dass Turboladeröffnungen immer abgedeckt sein sollten, sichtbare Oberflächen (in diesem Fall aus Carbon) meist kratzempfindlich und insbesondere bei Tuningteilen zu schützen sind. Außerdem zeigt diese Arbeit, dass man sich stets gut einprägen sollte, welche Verbindungen gelöst wurden (wobei man hier heute zum Smartphone greifen kann) und dass nicht immer jede Verbindung sofort wieder vollständig zu befestigen ist.
Verfügbar sind fahrzeugspezifische und eintragungsfähige Air Intakes bei Anbietern wie APR, HG-Motorsport oder Oettinger – für Benzin- und Dieselmotoren verschiedener Automarken. HG Motorsport beispielsweise reklamiert für sein Produkt ein besser hörbares, aber nicht aufdringliches Ansauggeräusch sowie eine verbesserte Füllung. Laut Anbieter sind bis zu 8 PS und 15 Nm mehr bei bestimmten 2.0-TDI-Motoren aus dem VW-Konzern drin. Oettinger will durch die verbesserte Luftführung zum Turbolader bei seinem R600 Intake für Benzinmotoren sogar genügend Ansaugluft für Leistungssteigerungen an Motoren bis etwa 600 PS bereitstellen.
KRAFTHAND hat für den Mustereinbau in einen Golf 7 R ein Kit von APR verwendet. APR nimmt für sich in Anspruch, dass die Entwicklung seines Air Intake mit der Bestellnummer CI100033 ein Jahr lang gedauert hat. Dabei sei mit simulierten Modellen, Strömungsmessgeräten und verschiedenen Designs in 3D-Drucktechnik getestet worden.
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