


Ruckelt der Dieselmotor, liegt es nahe, die Istwerte der Mengenabweichung des eingespritzten Kraftstoffs der Injektoren aufzurufen. Wie diese zu interpretieren sind und ab wann sie auf Fehler hindeuten
Bei Problemen wie einem unruhigen Motorlauf oder zu hohem Verbrauch kann ein Blick auf die Einspritzkorrekturmengen der Zylinder weiterhelfen. Bekanntlich gleichen diese für einen möglichst optimalen Motorrundlauf nicht nur fertigungsbedingte Toleranzen und normalen Verschleiß am Motor aus, sondern verändern sich auch aufgrund von diversen Fehlern. Schwierigkeiten gibt es in der Praxis allerdings, die angezeigten Istwerte richtig zu interpretieren – vor allem dann, wenn keine Sollwerte vorliegen. Diesel-Experte, Buchautor und Dozent bei den Krafthand-Dekra-Profischulungen Hubertus Günther erläutert, was die Korrekturwerte im Plus und Minus aussagen können. Dazu ist erstmal wichtig zu wissen, was die Mengenkorrektur beziehungsweise Korrekturmenge bewirkt, die fälschlicherweise teils auch Gemischkorrektur genannt wird.