


Praxisfall aus den Niederlanden: Nachdem ein Audi bereits eine Reparaturodyssee durchlaufen hatte, das nächste Problem: Zündaussetzer. Wie der knifflige Fehler gefunden wurde.
Nach festgestelltem hohem Ölverbrauch erhielt ein Audi 2.0 TFSI, Baujahr 2012 [CDNC], einst einen neuen Motorblock. Da der Fehler damit leider nicht behoben war, folgte eine Revision des Motors bei einem Instandsetzer. Wie sich bei der anschließenden Probefahrt herausstellte, hatte das Fahrzeug nun zwar keinen Ölverbrauch mehr – dafür stotterte es jetzt spürbar.
Um die üblichen Verdächtigen auszuschließen, wurden die Zündkerzen und Zündspulen ersetzt – erfolglos. Als auch eine Motorspülung mit Ölwechsel ergebnislos blieb, wandte sich die Werkstatt an den niederländischen GMTO-Helpdesk: eine Hotline, die Kfz-Profis bei der Diagnose unterstützt.
Nachdem schnell klar war, dass sich telefonisch keine Lösung finden ließ, kam das Fahrzeug in eine GMTO-Werkstatt. Die Diagnose offenbarte sich als Herausforderung.
Während einer Probefahrt reproduzierten die GMTO-Techniker den Fehler:
Bei normaler Beschleunigung zwischen 1.500 und 2.000 U/min waren starke Zündaussetzer zu spüren. Doch beim Auslesen des Fehlerspeichers gab es keine Auffälligkeiten und auch das Auslesen der Istwerte während der Fahrt und somit beim direkten Auftreten des Fehlers brachte keine Ergebnisse.
Also konzentrierten sich die Mechaniker zunächst darauf, den Fehler einzugrenzen. Sie entschieden sich dazu, erstmal in Richtung der drei Hauptgrößen Zündung, Einspritzung und Kompression zu suchen. Wie sich bei einer Laufruhenmessung mittels Oszilloskop schnell zeigen sollte, wies Zylinder vier schlechtere Werte auf als die anderen drei Zylinder.