


Die neuesten Entwicklungen im Takata-Airbag-Debakel sowie ein Denkanstoß des Kfz-Meisters Stanimir Markovic für Werkstätten und Händler zur Vertrauensbildung bei Kunden hinsichtlich der Thematik.
Fünf Minuten sollten wir uns alle nehmen, um eine Tragödie zu verhindern und ein Leben zu retten“, schreibt der selbstständige Kfz-Meister Stanimir Markovic aus München in seinem Leserbrief an die Krafthand-Redaktion und appelliert an seine Kollegen, Kundenfahrzeuge regelmäßig auf Rückrufe zu checken.
Dabei bezieht er sich auf die größte Rückrufkampagne der Automobilgeschichte: der weltweiten Rücknahme von Takata-Airbags, die in den Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller verbaut wurden.

Die Problematik: Bei den Airbags, die vom inzwischen insolventen Hersteller Takata produziert wurden, ist nichtgetrocknetes phasenstabilisiertes Ammoniumnitrat als pyrotechnisches Treibmittel enthalten, dessen Dichte sich nach einigen Jahren im Gasgenerator verändern kann.
Bei einer unfallbedingten Airbag-Auslösung kommt es dann zu einer zu schnellen Verbrennung des Treibmittels, was einen überhöhten Innendruck im Gasgenerator erzeugt. Dadurch kann der Gasgenerator bersten und durch die beschleunigten Metallteile an Insassen schwere bis tödliche Verletzungen verursachen.
Die Veränderung des Treibmittels wird unter anderem durch Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sowie starke Temperaturschwankungen (z. B. zwischen Tag und Nacht) begünstigt, sodass das Risiko für die Gasgeneratoren anhand von Klimazonen (geografischer Ort der Verwendung) bewertet wird. Neu ist nun die Erkenntnis, dass sich die Gefahr auch durch einen Wasserschaden im Fahrzeug erhöht.
15 Jahre nach den ersten Vorfällen mit fehlerhaften Takata-Airbags starb im Sommer 2025 wieder ein Mensch an den Folgen brüchiger Gasgeneratoren. Warum das Fiasko kein Ende findet und was das für Werkstätten bedeutet. mehr …
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