Herstellung Autoglas
Hintergrundbericht

Die Herstellung von Autoglas

Bei der Produktion von Scheiben für moderne Pkw gibt es einiges zu beachten. Bild: Sekurit Service

Wie die Glasarten VSG und ESG entstehen und welche Unterschiede es zwischen OE-Scheiben und Nachbauglas geben kann – ein Hintergrundbericht.

Im Automobilbereich kommen bekanntlich zwei Flachglasarten zum Einsatz: das Einscheibensicherheitsglas (ESG) und das Verbundsicherheitsglas (VSG). Einscheibensicherheitsglas besteht, wie der Name verrät, lediglich aus einer Scheibe und zerspringt bei Unfällen/Steinschlägen in tausende Splitter ohne scharfe Schnittkanten. Verwendung findet dieses Glas heute nur noch in Seiten- und Heckscheiben, da es seit den 1970er Jahren bei Windschutzscheiben durch das Verbundsicherheitsglas verdrängt wurde.

Der Grund dafür liegt im Aufbau von VSG

zwei Scheiben mit einer dazwischen befindlichen PVB-Folie (Polyvinylbutyral). Daraus ergibt sich der Vorteil der sogenannten Resttragfähigkeit, durch den eine Scheibe etwa nach einem Steinschlag für eine Weiterfahrt intakt bleibt, auch wenn das Glas gesprungen ist. Denn die Folie verhindert ein Splittern der Scheibe, indem die Bruchstücke an ihr haften bleiben. Damit minimiert sich auch die Verletzungsgefahr durch scharfe Glaskanten. Und im Vergleich zum einfachen Sicherheitsglas – das zwar auch keine scharfen Splitter erzeugt, aber beim Steinschlag durch hunderte Risse von jetzt auf gleich quasi zur „blinden“ Scheibe wird – sinkt das Sicherheitsrisiko im Straßenverkehr enorm.

Zwar bestehen die beiden Scheiben bei VSG aus dem gleichen Material, ihre Dicke weicht jedoch je nach Lastenheft des jeweiligen OEMs voneinander ab. Wobei 2,1 und 1,6 mm oder gewichtsparende 1,8 und 1,4 mm sich als typische Standardstärken etabliert haben. Durch die unterschiedlichen Scheibenstärken werden zugunsten der Resistenz Steinschläge besser „abgefedert“.

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