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KRAFTHAND-Topthema: Expertentipps zur Montage bei RDKS

Donnerstag, 11.06.2015 13:36
Es sind acht Schritte, die beim Einbau von RDKS-Sensoren entscheidend sind. Welche das sind, das steht im Topthema der neuen KRAFTHAND 11/2015. Erscheinungstermin ist der kommende Samstag, 13. Juni. In dem Beitrag erklärt Bernhard Schnorrenberg von Alcar auch, worin der Unterschied zwischen Programmieren und Anlernen des Sensors am Fahrzeug besteht.

Ein Video auf dem YouTube-Kanal von Alcar (siehe QR-Code) zeigt, wie der RDKS-Sensor beim Demontieren des Reifens zu positionieren ist. Rechts: Bei der Montage darf sich der Sensor nicht in einer 'Zwangslage' befinden. Auf den Auflagepunkten muss er sich abstützen können. Das korrekte Drehmoment (6-10 Nm) ist penibel einzuhalten. Fotos: Alcar, Huf

Für RDKS gerüstet: Das Werkzeugset TPMS Tool Kit (links) und das Programmiertool Alcar ATEQ VT56 OBDII Foto: Alcar

Bernard Schnorrenberg, Leiter des Bereichs RDKS bei der Alcar Deutschland: 'Beim Einbau von Reifendruckkontrollsensoren sind acht Schritte entscheidend.' Foto: Alcar

Der abgebildete QR-Code führt zum Video auf dem Youtube-Kanal von Alcar. Foto: Lanzinger

Beim Sensorersatz gibt es zwei Möglichkeiten. Grundsätzlich ist zwischen Universal- und Originalsensoren zu unterscheiden. Letztgenannte sind jeweils nur für ganz bestimmte Fahrzeugtypen des jeweiligen Herstellers vorgesehen. Im Gegensatz dazu sind Universalsensoren frei programmierbar und für eine große Bandbreite an Fahrzeugmodellen geeignet. Dies ist ein Vorteil für Mehrmarkenbetriebe, da sich die Lagerhaltung auf ein Minimum reduziert. Doch was ist bei der Montage alles zu beachten? Im Folgenden weist Bernhard Schnorrenberg von Alcar auf die wichtigsten Aspekte hin.


Schritt 1: RDKS-Sensor identifizieren und Sensordaten am Kundenfahrzeug auslesen. (Dies gilt, wenn Kunde mit seinem Fahrzeug in die Werkstatt kommt.)

Schritt 2: Universalsensor nach Radtyp (entweder Sensor mit Schraubventil oder Snap-in-Ventil) auswählen und vor seiner Montage programmieren. Ebenso möglich ist eine Programmierung nach der Montage durch den Reifen hindurch (das heißt nach Schritt 4). Die fahrzeugspezifische Programmierung der Sensoren, manchmal auch Konfiguration genannt, dauert einige Sekunden und dient dazu, dem Universalsensor für das jeweilige Fahrzeug eine eigene Identität (ID) zu verleihen. Damit ‚weiß’ das Steuergerät später, welcher Sensor wo sitzt.

Schritt 3: Sensor am Rad montieren; Dazu bei geschraubten Sensoren zwingend auf das Drehmoment achten und bei Snap-in-Ventilen die Gummikörper mit Montagepaste bestreichen. Achtung: Den Sensorkörper nicht mit Montagepaste bestreichen, da sich Messöffnungen zusetzen könnten.

Schritt 4: Reifen montieren
Wichtig hierbei: Bei Beginn der Reifenmontage muss sich der Sensor in der 5-Uhr-Stellung zum Montagekopf der Montiermaschine befinden. Dies ist notwendig, um Beschädigungen am Sensor durch Aufziehen des Reifens zu vermeiden.

Schritt 5: Nach der Reifenmontage und dem Aufpumpen muss die Sensorventil-Einheit auf korrekten Sitz geprüft werden.

Schritt 6: Räder ans Fahrzeug montieren

Schritt 7: Sensoren anlernen
Dieser Vorgang ist nicht mit dem Programmieren (Schritt 2) zu verwechseln. Denn der Sensor hat bereits seine ID-Nummer. Vielmehr dient das Anlernen des Sensors dazu, dem RDKS-Steuergerät die ID-Nummer und Lage Sensors mitzuteilen, zum Beispiel ‚vorne links’. Im RDKS-Scantool ist dazu das jeweilige Fahrzeugmodell auszuwählen. Dann die Sensordaten in das Tool einlesen. Als nächstes das Scantool an die OBD-Schnittstelle anschließen, um die Sensordaten ans RDKS-Steuergerät zu übermitteln.


Wichtig zu wissen: Nicht bei allen Fahrzeugen erfolgt das Anlernen über die OBD-Schnittstelle. Bei einem ‚selbstlernenden PKW’ wie zum Beispiel dem 3er-BMW erfolgt das Anlernen durch Starten der Funktion ‚Reset’ im Bordcomputer und anschließendem Fahren des Pkw. Weiter gibt es Fahrzeuge, bei denen der Anlernprozess durch das Betätigen bestimmter Schalter erfolgt, beispielsweise beim Ford B-Max. Bei diesem Modell ist der Anlernprozess sowohl manuell als auch automatisch möglich.

Schritt 8: Ergebnisprotokoll für den Kunden ausdrucken

Hinweis zur Vorgehensweise mit Originalsensoren
Die Originalsensoren des jeweiligen Fahrzeugherstellers sind bereits mit den fahrzeugspezifischen Protokollen beschrieben. Das Programmieren entfällt in diesen Fällen. Allerdings: Das Anlernen am Fahrzeug (siehe Schritt 7) muss bei der erstmaligen Verwendung eines OE-Sensors ebenso wie bei Universalsensoren erfolgen. Denn dem RDKS-Steuergerät muss die ID der neuen OE-Sensoren bekannt gegeben werden.


RDKS-Informationsvideo
Wie der RDKS-Sensor beim Demontieren des Reifens zu positionieren ist, zeigt das Video ab den Minuten 12.30 und 14.30. Zum Video gelangen Sie via QR-Code (siehe rechte Bildleiste). Experten raten außerdem, dass der Gummiventilkörper von Snap-in-RDKS im Rahmen eines Reifenwechsels stets erneuert wird. Bei Schraubventilen sind die entsprechenden Dichtungen auszutauschen. Um für das RDKS gerüstet zu sein, braucht man ein geeignetes Scan-Tool sowie Montagewerkzeug für den fachgerechten Einbau der Sensoren. Alcar hat unter anderem diese Produkte im Angebot.

 

Mehr zum Thema RDKS in der neuen KRAFTHAND 11/2015. Darin:

  • RDKS auf dem Prüfstand – eine Zwischenbilanz – Reifendruck-Kontrollsysteme sind in den Werkstätten angekommen
  • So geht Effizienz: KRAFTHAND beantwortet wichtige Fragen zu Organisation, Kundenkommunikation und Preisgestaltung bei RDKS
  • 2020: Jeder zweite Pkw mit RDKS ZDK und BRV erwarten leichte Ertragssteigerung  – WDK: Ganzjahresreifen keine Alternative

Von: rla

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