Werkstattpraxis |  |
16/2010
Dinge bewegen
Pfiffige und bezahlbare Werkzeuge zur Fahrwerksdiagnose
Noch immer sind viele Werkstattprofis der Ansicht, ein Montiereisen und eine Hebebühne wären genug, um ausgeschlagene Gelenke in Fahrwerken zuverlässig erkennen zu können. Weit gefehlt, denn moderne Achsen sind oft so kompliziert aufgebaut, dass es ohne ein Profiwerkzeug nicht mehr geht. Das demonstrierten uns eindrucksvoll die Fahrwerksprofis von Febi Bilstein in der KRAFTHAND Profi-Werkstatt.
Werkstattpraxis |  |
Geregelte Luftzufuhr
Grundlagen und Werkstattrelevantes zur elektronisch geregelten Visco-Lüfterkupplung in Nutzfahrzeugen
Die elektronisch geregelte Visco-Lüfterkupplung trägt zu einem effizienteren Kühlsystem und damit zur Einhaltung der Euro-5- und Euro-6-Abgasnorm an Nutzfahrzeugen bei. Über die Funktionsweise dieser Technologie und wie sie der Wertstattprofi prüfen kann, hat sich KRAFTHAND bei den Thermomanagement-Spezialisten von Behr Hella informiert.
IAA-Nutzfahrzeug-Spezial |  |
Auf vollen Touren Zur kommenden IAA Nutzfahrzeuge erwartet der VDA in Hannover rund 1.700 Aussteller Nach dem Krisenjahr 2009 gibt es jetzt ermutigende Signale für die Nutzfahrzeugbranche: „Es geht wieder vorwärts, die Märkte erholen sich rascher als erwartet“, betont VDA-Präsident Matthias Wissmann. Die 63. IAA Nutzfahrzeuge (23. bis 30. September) hat in seinen Augen also „konjunkturellen Rückenwind“.
Teile & Systeme |  |
Schadstoffdiät für Fuhrpark
Kraftstoffadditive sollen Verbrauch reduzieren – Unsinn oder doch ,der Wahnsinn’?
In einem Flottenversuch bei einer Verkehrsgesellschaft erzielte Liqui Moly mit seinem Super-Diesel-Additiv ein sensationelles Ergebnis. Der Kraftstoffverbrauch wurde dort durch den Einsatz des Additivzusatzes um mehr als drei Prozent reduziert. Haustechnikspezialist Silberhorn aus Friedberg bei Augsburg überzeugte sich in einem halbjährigen Test von dem Zusatz. Über Umsetzung und Ergebnisse informierte sich KRAFTHAND vor Ort.
Automobiltechnik |  |
Auf die Norm getrimmt
Innovationen und Möglichkeiten, mit denen Nutzfahrzeughersteller die Abgasnorm Euro 6 erfüllen können
Neben Detailverbesserungen in der Motormechanik und einer aufwendigen Abgasnachbehandlung können an Nutzfahrzeugen vor allem ein optimiertes AGR-System und Thermomanagement zur Einhaltung der Euro-6-Norm beitragen. In welchem unmittelbaren Zusammenhang diese beiden Systeme stehen und mit welchen Innovationen Mahle und Behr auf diesem Gebiet aufwarten, fasst KRAFTHAND zusammen.
Zu Ende denken |  |
Richtige Diagnose mit Prüfequipment
Eine befreundete Werkstatt bat uns vor Kurzem bei einer Kundenbeanstandung – unrunder Motorlauf in der Warmlaufphase – um Hilfe, nachdem sie bereits erfolglos Einspritzpumpe und Einspritzdüsen sowie Raildrucksensor erneuert hatte. In dem anschließenden Gespräch erklärte uns der Kollege, dass das Fahrzeug (Kölner Produktion, Baujahr 2003, 1,4-l-TDCi-Motorisierung) nach dem Kaltstart unrund läuft und nach kurzer Fahrt das Motorsteuergerät in den Notlauf übergeht. Gleichzeitig blinkt die Anzeige ‚EAC Fail’ im Kombiinstrument. Bei warmem Motor jedoch läuft das Fahrzeug einwandfrei.
Auch die Überprüfung des Fehlerspeichers ergab immer wieder den gleichen Fehlercode (P0002), der auf einen zu niedrigen Raildruck hinweist. Messungen im Datalogger (Messwertaufnehmer) mit einem Diagnosegerät des Fahrzeugherstellers ergaben, dass bei einer Kühlmitteltemperatur unter 41 °C ein schwankender Kraftstoffdruck zwischen 120 und 140 bar angezeigt wurde. Stieg die Kühlmitteltemperatur über 41 °C, lief der Motor wieder ‚sauber’ und zugleich erhöhte sich der Kraftstoffdruck im Rail auf 320 bar. Deshalb hatte die Werkstatt die oben erwähnten Bauteile des Hochdruckkreises erneuert.
Nach einer Sichtprüfung kontrollierte unser Diagnosespezialist die verschiedenen Signale der Motorregelung im Datalogger. Er konnte den schwankenden Raildruck bestätigen, aber auch andere Signale lieferten keine konstanten Werte. Die Ansteuerung für das Magnetventil der Abgasrückführung schwankte zwischen 10 und 57 Prozent, die Kraftstoffmenge zwischen 5 und 17 mg sowie die angesaugte Luftmasse zwischen 8 und 13 g/s. Bei laufendem Motor trennte er daraufhin versuchsweise die Steckverbindung zum Luftmassensensor (MAF)...
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